Was ist ein Computer - wie funktioniert ein Computer?
Das Wort Computer stammt vom Englischen "compute" was so viel wie rechnen bzw. berechnen bedeutet. So spricht man auch von einem Rechner, wenn man einen Computer meint. Ein Rechenzentrum ist dann also ein Platz wo Computer stehen, die Berechnungen durchführen.
Ein Computer ist so genannte Hardware, also die Mechanik, im Gegensatz zu Software, was Programme (eine Art Befehlsfolge) sind.
Ein Computer ohne Software tut rein gar nichts und kann bestenfalls als Türstopper benutzt werden. Die Software "belebt" den Computer.
Ein moderner Computer kann eine Vielzahl von Aufgaben ausführen und dies auch noch gleichzeitig. Zumindest für das menschliche Auge.
Sie können mit einem Computer Briefe schreiben, Berechnungen durchführen, im Internet surfen, eMails (elektronische Briefe) schreiben, senden und empfangen, Sie können Fernsehen, Radio hören, Videos und DVDs anschauen. Sie können Ihre digitalen Bilder anschauen und bearbeiten und vieles mehr. Auch können Sie mittlerweile mit Ihrem Computer Telefonate über das Internet führen.
Für viele ist ein persönlicher Computer (PC) einfach nicht mehr wegzudenken. Vieles geht schneller und mehr kann erledigt werden. Naja, zumindest wenn man sich mit der Maschine Computer auskennt.
Wenn Sie sich einen neuen Computer kaufen, dann erhalten Sie meistens ein Computersystem. Ein Computer ist eigentlich nur ein, meist grauer, Kasten. Ein Computersystem besteht aus dem Computer (der graue Kasten), der Peripherie und der Software.
Peripherie Geräte sind Ein- und Ausgabegeräte, wie z.B. der Bildschirm, die Tastatur, die Maus oder der Drucker.
Software sind das Betriebsprogramm, wie z.B. Windows XP, Anwendungs-Programme, also Software, die Arbeit erledigt und Dienst-Programme, die Ihnen helfen die Maschine Computer zu warten bzw. zu pflegen.
Die Bestandteile eines Computers
Schauen wir uns an dieser Stelle den grauen Kasten etwas genauer an.
Ein Computer hat ein Gehäuse (der graue Kasten). In diesem Gehäuse sind die elektronischen Bausteine eingebaut.
Wenn Sie mal den grauen Kasten öffnen, dann sehen Sie die einzelnen Teile, die den Computer bilden.
Sie finden eine, meist quadratische, "Platte", auf der sich andere Bauteile befinden. die "Platte" nennt man auch Platine, Hauptplatine oder Motherboard (vom englischen, was frei übersetzt Mutterplatte bedeutet). Die Hauptplatine ist also die "Mutter" der Platten und Karten, die im Kasten eingebaut sind.
Dieses Motherboard bietet Platz für weitere elektronische Bausteine. Die Berechnungen führt ein so genannter Prozessor* durch, wie ihn z.B. INTEL oder AMD herstellt. Ein Prozessor berechnet also. Für einen Computer gibt es keine Zahlen, Buchstaben und schon gar keine Wörter. Ein Computer "berechnet" ausschließlich mit "Strom fließt" und "Strom fließt nicht". Also an und aus, oder besser gesagt mit Einsen und Nullen.
| *Ein anderes Wort für den Prozessor ist CPU. CPU steht für Central Processing Unit, was so viel wie "Zentrale Recheneinheit" bedeutet. |
Erst Software, die die Einsen und Nullen, in festgelegte Werte umwandelt, macht den heutigen Computer einfach bedienbar. Vor 30 Jahren benutze man Lochkarten um dem Computer die Einsen und Nullen einzugeben. Heute benutzt man eine Tastatur, Maus, Eingabestift oder auch Scanner. Mittlerweile sind die Computer so leistungsstark geworden, dass auch Sprache verarbeitet werden kann. So können Sie Ihren Computer per Sprache steuern oder sich die eMails vorlesen lassen.
Damit der Computer mit der Peripherie kommunizieren, also Informationen weiterleiten und empfangen kann, werden weitere Komponenten benötigt.
Das BIOS - Der Starthelfer
Ein weiterer, unentbehrlicher Baustein ist das so genannte BIOS. BIOS steht für "basic input/output system", was auf gut Deutsch "grundlegendes Eingabe-/Ausgabesystem" bedeutet. Das BIOS führt nach dem Einschalten des Computers Hardware-Tests durch, lädt das Betriebsystem und stellt Routinen zur Verfügung, die es erlauben, dass die einzelnen Hardware Komponenten miteinander kommunizieren können. Das BIOS befindet sich im so genannten ROM (Read Only Memory = Nur Lese Speicher). Die BIOS Daten im ROM gehen beim Ausschalten des Computers nicht verloren.
Eine andere Komponente finden wir im so genannten Arbeitsspeicher, auch RAM genannt. RAM steht für Random Access Memory, was wieder englisch ist und so viel "Wahlfreier Zugriff Speicher" bedeutet. Informationen, die im RAM gespeichert sind, gehen verloren, wenn der Computer ausgeschaltet wird. RAM wird in MB (Mega Byte) gemessen. Heutige Computer haben 256 MB, 512 MB oder gar 1.024 MB RAM eingebaut. Die Menge an RAM hat Einfluss auf die Geschwindigkeit eines Computers.
Die kleinste Einheit nennt man Bit. Ein Bit ist 1 oder 0 (an oder aus). Ein Zeichen (z.B. der Buchstabe "a") benötigt 8 Bit, was man dann 1 Byte nennt. 1.024 Byte sind 1 Kilo Byte (KB) und 1.024 Kilo Byte sind ein Mega Byte (MB) und 1.024 Mega Byte sind dann ein Giga Byte (GB). |
Die Festplatte - das Zuhause Ihrer Daten
Eine Festplatte ist ein Speichermedium, das es erlaubt Informationen für die Ewigkeit abzulegen, also zu speichern, und für eine spätere Abfrage wieder zur Verfügung zu stellen. Eine Festplatte besteht aus runden Scheiben (ähnlich den Ihnen wahrscheinlich bekannten Compact Disks, CD), die durch Magentisierung "beschrieben" werden. Im Prinzip wieder Strom fließt - Strom fließt nicht.
Heutige Computer werden mit Festplatten ausgeliefert, die 120 GB oder gar 250 GB Daten aufnehmen können. 250 Giga Byte macht es möglich z.B. 268.435.456.000 Buchstaben zu speichern. Das sind 268 Milliarden und mehr Buchstaben. Das ist schon eine ganz schöne Menge an Informationen, die dort Platz finden.
In ein Floppy Laufwerk können Sie so genannte Floppy Disks einlegen. Floppy Disks sind Speicherträger, die 3,5" (Zoll: 1 Zoll = 2,54 cm) groß sind und Ihnen erlauben darauf Daten zu schreiben (speichern) und gespeicherte Daten abzufragen. Sie können Floppy Disks aus dem Laufwerk nehmen und in einen anderen Computer, an einem anderen Ort, wieder einlegen. Eine Floppy Disks kann 1,44 MB Daten aufnehmen.
CD-ROM, DVD-Laufwerk & Co.
CD-ROM steht für "Compact Disk-Read Only Memory"; heißt auf gut Deutsch "Kompakte Platte - Nur Lese Speicher". Ihre Lieblingsmusik befindet sich wahrscheinlich auf einer CD, die Sie in Ihrem CD-ROM Laufwerk abspielen können.
In ein CD-ROM Laufwerk kann man also eine CD einlegen und erhält dann Zugriff auf die Daten, die auf der CD gespeichert wurden. CDs haben eine Kapazität von 650 MB oder 700 MB.
Um Daten auf eine CD schreiben (speichern) zu können benötigen Sie einen CD-Brenner. Die meisten, heute verkaufen Computer kommen mit einem CD-Brenner Laufwerk oder gar mit einem DVD-Brenner Laufwerk. Ein CD-Brenner kommt mit den Funktionen eines CD-ROM Laufwerks und hat als zusätzliche Funktion eben die Möglichkeit Daten auf eine CD zu brennen (schreiben).
Die Daten werden nicht, wie bei der Festplatte oder dem Floppy Laufwerk, durch Magnetisierung des Datenträgers geschrieben, sondern mit Laserstrahl auf die Platte gebrannt.
DVD steht für Digital Versatile Disk oder auch Digital Video Disk. Standard DVDs können eine Datenmenge von 4,7 GB aufnehmen. DVD Laufwerke können auch CDs abspielen. Ein DVD-Brenner kann, mit der geeigneten Software, DVDs und CDs beschreiben. DVDs sind optische Datenträger (Laser) wie die CDs.
Für die Datenausgabe braucht eine so genannte Videokarte bzw. Grafikkarte, um den Bildschirm anzuschließen und die Informationen anschauen zu können. Viele Computer kommen auch ohne extra Videokarte und haben den Anschluss und die Bausteine für die Bildbearbeitung auf der Hauptplatine. Man nennt das dann "Video on board".
Für anspruchsvolle Arbeiten werden spezielle Videokarten eingebaut. Solche Videokarten sind leistungsstärker als die "On-Board" Komponenten. Schnellere Verarbeitung der Informationen und somit schnellerer Datenfluss vom Prozessor zum Bildschirm. Auch gibt es Videokarten, die es erlauben, mehr als nur einen Bildschirm anzuschließen.
Eine Soundkarte wird zur Wiedergabe und Aufnahme von Audiosignalen (also Ton) ermöglicht. Wie bei einer Videokarte gibt es auch bei der Soundkarte Qualitätsunterschiede. Viele Computer von der "Stange" kommen mit "Sound on Board". An die Soundkarte können Sie Lautsprecher und ein Mikrophon anschließen. Auch hat die Soundkarte einen "Line-In" Anschluß, an den Sie externe Geräte anschließen können und so den Klang auf den Computer übertragen.
Eine TV-Karte wird benötigt, wenn Sie Ihren Computer als Fernseher benutzen wollen. Es gibt TV-Karten, die in den Computer eingebaut werden (also eine Steckkarte, die auf die Hauptplatine aufgesteckt wird) und es gibt TV-Karten mit einem USB-Anschluss.
USB steht für Universal Serial Bus = Universeller, serieller Bus. Ein UBS Anschluss erlaubt eine Datentransferrate von 12 Megabit pro Sekunde (Mbps). Ein Bus ist ein Leitungssystem zur Datenübertragung zwischen den Komponenten eines Computersystems. |
Um mit einer TV Karte auch, wie mit einem Videorekorder, aufnehmen zu können, brauchen Sie eine PVR Karte. PVR steht für Persönlicher Video Rekorder.
Mit einer TV-Karte kann man auch Radio (FM-Radio, also UKW) hören.
Eine TV-Karte ist eigentlich nichts anderes als ein Fernsehempfänger, so wie er in einem Fernsehgerät eingebaut ist.
Das Wort Modem ist die Kurzform für Modulator/Demodulator.
Ein Modem wandelt digitale Computerdaten (Einsen und Nullen) in analoge Telefondaten um und umgekehrt.
Ein Modem wird mit einem Telefonkabel an der Telefonsteckdose angeschlossen.
Die Netzwerkkarte - Einzel spitze im Team unschlagbar
Eine Netzwerkkarte ist eine Erweiterungskarte für Ihren Computer und wird benötigt, wenn Sie einen Computer mit anderen Computern in einem lokalen Netzwerk (LAN) verbinden möchten.
Es gibt so genannte Ethernet Karten, die einen Kabelanschluss, für die Verbindung zweier Computer mittels Kabel, bereitstellen. Wird das Netzwerkkabel an einen Router oder Switch, anstatt an einen anderen PC, angeschlossen, dann kann eine Vielzahl von Computer zu einem lokalen Netzwerk verbunden werden.
Eine andere Version einer Netzwerkkarte ist die Wireless LAN Verbindung. Wireless bedeutet schnurlos, kabellos, drahtlos. Mit einem Wireless Adapter können Sie Computer, ohne die Verlegung von Kabeln miteinander verbinden. Ideal für Laptops und kleinere Netzwerke zu Hause oder im Büro.
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