Wie schlecht steht es um die Nation?
Die Nachrichten der letzten Wochen verheißen nichts Gutes.
Bei Opel in Rüsselsheim stehen 3.500 Arbeitsplätze auf dem Spiel, Opel Bochum soll's mit 4.000 Arbeitsplätzen auch treffen, Karstadt/Quelle vor der Pleite und nicht zu sprechen von den weniger bekannten Firmen. Der Ölpreis wird uns als "Höchstpreis" verkauft und die Opposition legt sich mit den Türken an.
Eigentlich nichts Neues und wir haben sicherlich schon Schlimmeres überstanden. Wir wollen in diesem Newsletter nun nicht politisch werden, jedoch scheint es uns nun einmal an der Zeit ein Wort der Warnung auszusprechen. Was Sie, genauso wie wir, täglich in den Nachrichten hören oder sehen kann einem schon Angst einjagen. Nehmen wir nun einmal an, dass dies alles der Wahrheit entspricht, dann sieht unsere Zukunft wie folgt aus:
Die breite Bevölkerung ist verängstigt und fängt an vermehrt zu sparen. Die Banken bekommen mehr Geld auf die Konten, mit welchem Sie mehr Geld verdienen können, da die in Schwierigkeiten geratenen Firmen und arbeitslos gewordenen Mitbürger Kredite benötigen, ganz zu schweigen von unserer Regierung (Weniger Arbeitsplätze = weniger Steuereinnahmen; weniger gekauft = weniger Steuereinnahmen, usw.). Mehr Geld zur Bank tragen bedeutet aber auch, dass weniger Geld in die Wirtschaft (nicht die Kneipe an der Ecke gemeint) fließt. Weniger Geld in die Wirtschaft bedeutet auch gleichzeitig weniger Verkäufe. Weniger Verkäufe bedeutet weniger Produktion und weniger Produktion bedeutet weniger Arbeitsplätze. Weniger Arbeitsplätze bedeutet mehr schlechte Nachrichten und der Kreislauf setzt sich fort.
Was ist dran an den Nachrichten?
Geht es uns wirklich so schlecht oder geht es uns erst nach den Nachrichten so schlecht?
Schauen wir uns nur mal die Berichterstattung bezüglich dem Ölpreis an, der Liter Sprit kostet jetzt schon 1 Euro 20. Uns wird in den Nachrichten verkauft, dass der Ölpreis ein neues Hoch an der New Yorker Börse erreicht hat und das nahezu täglich. Von 52 US Dollar wird berichtet. Nicht berichtet wird, dass der Ölpreis in Rotterdam "nur" 48 US Dollar ausmachte (gleicher Tag) und soviel ich weiß kaufen wir unser Öl in Rotterdam und nicht in New York. Auch vergessen wurde, dass wir als Währung nicht den US Dollar haben, sondern wir haben unseren Euro. Weiterhin unterschlagen wurde uns, dass wir vor 4 Jahren für einen US Dollar 1,20 Euro bezahlen mussten. Heute sind das nur 0,81 Euro Cent. Dies alles berücksichtigt, kann man ausrechnen, dass das Öl für uns heute tatsächlich nicht viel teurer ist als vor 4 Jahren. Richtig ist, dass die Amerikaner mehr bezahlen müssen, wir sind aber Europäer und bezahlen unsere Waren in Euro bzw. dem entsprechenden Wechselkurs.
Zum Glück für uns alle stellt sich meistens heraus, dass die schlechten Nachrichten zu "Guten" werden. Karstadt/Quelle wird saniert werden und auch Opel wird eine Lösung finden (Jemand muss ja das Geld verdienen, um die Autos kaufen zu können, oder?). Am Ende, wie fast immer, geht alles gut aus. Einige blieben auf der Strecke und andere sind dabei reich geworden.
Nachrichten werden gemacht. Halten Sie Ihre Augen offen und glauben Sie nicht alles was Ihnen verkauft wird und die Nation hat eine gute Chance.
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